Das Attributive Adjektiv

und seine Stellung beim Substantiv

Deutsche Texte und Beispiele

© Justo Fernández López


Deutsche Beispiele

 

[1]            Wettervorhersage für morgen: Fortbestand des störungsfreien, wolkenarmen, mäßig kalten Winterwetters.

[2]            Die irakische Armee stehe "am Rande des Zusammenbruchs", verkündigte General Schwarzkopf mit für ihn ungewohntem Optimismus.

[3]            Das war ein guter, wenn auch kein überragender Sprung, der für den Sieg nicht reichen wird.

[4]            Der Abgang Peter Seisenbachers als Sporthilfe-General berührte die Öffentlichkeit. Denn hier trat nicht  irgendein durch die Medien bekannter Funktionärs-Wurstel zurück, sondern ein international erfolgreicher Sportheros vom Range eines Th. Musters.

[5]            Die derzeit im Umlauf  befindlichen Spekulationen seien völlig aus der Luft gegriffen, erklärte Busek.

[6]            Das ist ein schwieriges, wenn nicht  unlösbares altes Problem. 

[7]            Mit der Regierungsbildung wurde die stimmstärkste Partei beauftragt.

[8]            Der FPÖ-Abgeordnete Bauer konterte, indem er Irmer einen "X-beliebigen Sprecher einer immer bedeutungsloser werdenden Partei" nannte.

[9]            Das Alibi des zweifachen Mordes verdächtigten Football-Stars O.J. Simpson wurde am dritten Tag des Vorverfahrens demontiert.

[10]       EL PAIS ist die meistgelesene  Zeitung Spaniens.

[11]       1994 wird ein schwer berechenbares Jahr sein. 

[12]       Das bis dahin unbekannte Bakterium.

[13]       1994 wird für Österreich zu einem der wichtigsten Jahren  seiner jüngeren Geschichte.

[14]       Die sonst so emotionslosen, toleranten Norweger haben gegen diese Schiedsrichter-Entscheidung protestiert.

[15]       Von Bonn bis Sofia beschäftigen sich die Staatskanzleien mit den Äußerungen des  rechtsextremen großrussischen Chauvinisten  Schirinowski, dessen Namen noch vor einigen Wochen kaum jemand  kannte und dessen  so genannte liberal demokratische  Partei zur allgemeiner  Überraschung bei den Wahlen in Russland selbst nach  den  vermutlich leicht frisierten offiziellen Angaben  22,7 Prozent der Stimmen erhielt. Wie wichtig ist Schirinowski? Ein  politischer Clown, ein internationaler Unruhstifter? Wer hat ihn gewählt? Jene, die gegen Korruption und Armut sind und den Ausweg in  einer antiwestlichen, rassistischen, ausländerfeindlichen und antisemitischen Politik  des mystischen "Dritten Weges" suchen. [Paul Lendvai, NEWS, 1/94] 

[16]       Berlusconis Regierung: Alter Wein in neuen Schläuchen.

[17]       Wahrscheinlich, dass aber gerade der  nüchterne, pragmatische, verlässliche Stil  Vranitzkys der heutigen Zeit entspricht.

[18]       Das war  mein bisher schwärzester Tag.

[19]       Nur ein permanent erfolgreicher Haider kann den Erfolgsmythos aufrechterhalten, der ein Gutteil seiner Anziehungskraft auf verbitterte, mittelschichtige, enttäuschte "Modernisierungsverlierer " ausmacht. Und auch auf  jener, derzeit kleinen Teil der ÖVP, auf den sich die FPÖ stürzen und stützen muss, will sie in  eine Regierung. Übrigens: Der  österreichische Wähler hat mit  Etablierung der Grünen und Geburt der Liberalen ein derart breit gefächertes Angebot, dass nicht wählen nur eins demonstrieren würde: Ignoranz gegenüber den demokratischen  Errungenschaften.

[20]       Axel Corti war ein großer Regisseur und großer Künstler. Er hatte  einen wunderbar analytischen Geist, ein sehr scharfes Auge und ein gutes Ohr, um auch zu hören, was im Inneren der Charaktere vor sich ging. Er war kein einfacher Mensch. Nur  tiefgehende gesellschaftspolitische Themen  hatte er gern. Mit ihm  zu arbeiten war  eines meiner großen künstlerischen Erlebnisse. 

[21]       Allein diese immer häufiger werdenden knappen Entscheidungen zeigen, wie wichtig korrekte Schiedsrichterleistungen wären.

[22]       Moderne Kunst kann man nicht außerhalb des Zentrums zeigen.

[23]       Zitternde, blasse kleine Jungen schickte man gegen die feindlichen Panzer.

[24]       Der Ostberliner Lippert übernimmt ab dem 29. September  die einschaltsquotenstärkste deutschsprachige Unterhaltungssendung: Wetten, dass ...

[25]       In Tokio findet ein Treffen  der stärksten Länder, aber  der schwächsten Staatsmänner der Welt statt. 

[26]       J. M. Simmel ist seit Jahren  einer der produktivsten und erfolgreichsten deutschen Schriftsteller.

[27]       W. O., ein gefährlicher Sex-Täter? Bekannte sind entsetzt: „Er ist ein netter, freundlicher und lustiger Kerl, war nie aggressiv oder abartig.“

[28]       Da  ein so exzellenter Film mit  so guten Schauspielern  auch noch  zur besten Sendezeit gebracht wird, grenzt an ein Wunder.

[29]       Wie reagiert der ORF auf hitzebedingten Zuschauerschwund? Mit Heimatfilmen.

[30]       Vorläufig ist es noch  ein typisch wienerisches Gerücht, das allerdings viele Indizien zu einer realistischen Prognose machen: Claus Peymann soll unmittelbar nach den Nationalratswahlen erneut in seinem Amt bestätigt werden.

[31]       Ich liebe meinen Bruder, aber ich will  keine schweigende Verbündete  bei seinen Verbrechen gegen  kleine, unschuldige Kinder  sein. Ich weiß, dass mein Bruder sich an mehreren kleinen Jungen vergangen hat. 

[32]       Verfolgte die Debatte im Parlament von der Galerie aus: Rudolf Leopold, der vielleicht bedeutendste Kunstsammler Europas.

[33]       Morscher feierte den bislang größten Sieg seiner Karriere.

[34]       "Trockene, stabile Luft knabbert die Regenwolken an."

[35]       Watzinger ist vor dem für den UEFA-Cup so wichtigen Spiel FC Innsbruck gegen Admira  angeschlagen.

[36]       Sie war eine der aufregendsten und bemerkenswertesten Sopranistinnen der jüngeren Zeit.

[37]       Die guten und die schlechten Fette. Fett ist wichtig - aber man muss unterscheiden.

[38]       Weiße Schuhe, weiße Hose, weißes Shirt, weißes Kopftuch ...und eine weiße Weste nach dem ersten Spiel in Wimbledon - Andre Agassi besiegte Painter in drei Sätzen. Die Teenies kreischten trotz des leicht erkennbaren Bäuchleins ihres Sex-Idols.

[39]       Fest steht, dass es derzeit in der EU keine einheitlichen gesetzlichen Vorschriften über die Bestrahlung von Lebensmittel  gibt.

[40]       Es geht um  eine moderne junge Frau, die das Vermögen ihres Vaters geerbt hat. Es ist jedoch der Erfolg ihrer eigenen Arbeit,  mit der sie sich Respekt verschafft.

[41]       "Sommergäste". Großartige, stimmungsvolle Verfilmung von Maxim Gorkis Theaterstück nach Peter Steins Inszenierung in Berlin.

[42]       "25 Jahre Seniorenclub". Ein sozusagen silbernes Jubiläum: Ein nicht unironisches Detail: Stargast der ersten Sendung war Prof. Stoß, der gerade mit seiner "Lieben Familie" Abschied nehmen musste.

[43]       Nach 13 Jahren Spielzeit endgültiger Abschied  für "Die Liebe Familie", trotz teilweise heftigster Proteste vor allem älterer Seher. "Schäbig und kleinkariert", so äußerte sich  der sonst eher zurückhaltende "Familienoberste" Professor Stoß.

[44]       Kariotis ortet in der FP eine große Zustimmung zur EU; viele Funktionäre würden sich jedoch nicht artikulieren, weil man sie massiv unter Druck setzt.  Einige tun es doch. Unter der Schirmherrschaft des FP-nahen "Liberalen Klubs" deklarieren sich prominente ehemalige und aktive FP-Politiker als EU-Befürworter.

[45]       Der FC Tirol präsentierte gestern sein Finanzierungsmodell. Der Erfinder dieses  neuen Systems ist Hans Schröter, ein passionierter Finanz-Tüftler. Ob dieses System nicht auch Schule im finanziell derzeit arg geprüften Fußball machen könne? "Vielleicht, aber noch haben wir das Copyright", so Direktor Günther Fett.

[46]       Thomas Muster verlor gestern auf dem heiligen Rasen von Wimbledom den fünften Satz der tags zuvor abgebrochenen Partie gegen den Deutschen Alexander Mronz.

[47]       Wie berichtet, sorgt ein zufällig gestern mitgehörtes Gespräch in einem Wiener Restaurant für Aufregung. Die Geschäftsführer des KURIER sollen sich dabei für eine neue Strukturierung (regionale Beschränkung auf Ostösterreich) ausgesprochen haben.

[48]       Wohnen Sie behaglich bei wohliger Wärmestrahlung. Wie oft haben Sie schon daran gedacht, Ihren unansehlichen Heizkörper zu verkleiden, weil er einfach nicht mehr in Ihre Wohnung paßt. Jetzt haben Sie die Gelegenheit, diesen notwendigen, aber störenden Gegenstand in Ihrem Wohnzimmer mit ein paar Kacheln zu verschönern. Aus Ihrem unansehnlichen alten Heizkörper wird ein Keramik-Möbel, das Ihnen jeden Tag Freude schenkt und Ihnen hilft, besser und energiesparender zu heizen.

[49]       Schon jetzt wirkt sich der anhaltende starke Yen auf den japanischen Arbeitsmarkt aus, vor allem durch die Auslagerung von Produktionen nach China.

[50]       Es ist ein kurzzeitiges, aber schweißtreibendes Freiheitsgefühl. Wer mit dem Inter Rail-Bahnticket zum Billigtarif Europa erobert, muss am Ende des Trips nicht nur um Erfahrungen reicher sein.

[51]       Das derzeit herrschende trockene, heiße und schwüle Wetter fördert die Gefahr eines Hitzeschlages.

[52]       Wie auch immer – gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem der Fußball die Sympathien der skeptisch gewesenen US-Medien zu erobern schien, verblassen sportliche Highlights plötzlich durch diesen dubiosen Fall Maradona.

[53]       Mexiko, das seinen zuletzt grippekranken Torjäger García einsetzen kann, genügt auf Grund der höheren Zahl der Plustore ein Unentschieden.

[54]       Romanze in Venedig. Von der Liebe enttäuschte Gutstochter flüchtet nach Venedig und stürzt sich in ein Verhältnis. Wieder zu Hause, entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Verhängnisvolle Affäre im guten, alten österreichischen Spielfilm: Die Welt ist trotz allem in Ordnung, die Landschaft immer schön.

[55]       Vietnam, 20 Jahre nach Kriegsende: Reportage über ein bis heute zerstörtes und mit Kampfstoffen vergiftetes Land.

[56]       Die deutschen Liberalen haben zu den Freiheitlichen in Österreich jeden Kontakt abgebrochen. Die FPÖ unter Haider "ist keine liberale Partei mehr", sagte der außenpolitische Sprecher der FDP, Irmer. Als Partner in Österreich betrachtete die FDP nun das Liberale Forum, sagte Irmer.

[57]       "Als Autor weiß man nicht, wohin einen der Text führt", erklärte der literarisch hochgebildete, ehemalige Bergbauerbub und später politische Autor nach Entgegennahme des mit 200.000 Schilling dotierten Preises.

[58]       Auch die stark vertretenen österreichischen Autoren gingen nicht leer aus. Den "Preis des Landes Kärnten" in Höhe von 100.000 Schilling erhielt der Tiroler Raoul Schrott. Der 30jährige, als Herausgeber mehrerer Bücher bekannt geworden, hatte mit der Novelle "Totenheft" verblüfft. Der kraftvoll und pathetisch deklamierte Text übers Sterben wurde ad hoc von Kritikern als kraftmeierische "Schwarzenegger"-Prosa abgestempelt.

[59]       Hellmuth Karasek über "Der Dritten Mann" und Anton Karas: Zu den dichten detailprallen Atmosphäre trägt natürlich entscheidend die inzwischen längst zum Ohrwurm avancierte Zithermusik von Anton Karas bei, den Caron Reed bei der Suche nach Motiven zufällig hörte – bedrohliche und daher perversere Volksmusik war nie zu hören.

[60]       Die Koalition ist  stark genug , um die Anwürfe des Grünen Abgeordneten auszuhalten.  

[61]       "Irgendwann", hieß hier in Dhahran in  den vergangenen zwei Tagen , "hält diesen Beschuss  die stärkste, motivierteste, schlagkräftigste und verhetzteste Armee der Welt  nicht mehr aus.

[62]       Ich studiere seit einigen Monaten die Essays  einer der intelligentesten und  witzigsten Schreiberinnen  dieses Landes. Sie sind von größter Schärfe aggressiv, satirisch und präzise.

[63]       Bevor Romy Schneider nach Frankreich ging, um ihr "Sissi"-Image loszuwerden, drehte sie noch  einige nette, harmlose deutsche Lustspiele so wie dieses 1959.

[64]       Ich möchte noch herzlich zu der KURIER-Serie "Die braune Internationale" von Scharsach gratulieren. Eine klare Sprache, eindeutige Fakten und Zusammenhänge, eine  unmissverständliche  Perspektive. Als überzeugte Demokrat und in die Kraft des politischen Dialogs über  weltanschauliche und konfessionelle Grenzen  hinweg vertrauend, wünsche ich dem KURIER den ungebrochenen Mut  zu ähnlichen Serien sowie  politische kontroversen und aktuellen Themen. [Mag. H. Hartmeyer. Wien]

[65]       "Aufrecht, standhaft, ein Vorbild an Zivilcourage" mit diesen  Worten hat Kunstminister Scholten Axel Corti gewürdigt. Mit A. Corti sei  eine der markantesten und wichtigsten Stimmen  und  eines der aufmerksamsten und wachsamsten Augen  Österreichs erloschen.

[66]       Wien ist für mich die  härteste, brutalste  Stadt, so der nach  Deutschland  abgewanderte  Star-Illustrator Gottfried Helnwein. Wien ist die  bösartigste, gefährlichste und hinterhältigste Stadt,  assistiert Manfred Deix, aber: Mir  geht es in Österreich gut, ich werde behandelt wie ein  rohes Ei, wie ein Herrgott.

[67]       Ich habe nur ein kleines Auto, einen kleinen Mercedes.
[Topmodel Naomi Campbell über ihre bescheidenen Besitztümer]

[68]       Die österreichische Lateinamerika-Hilfe (ÖLH) ist ein überparteilicher, konfessionell unabhängiger und gemeinnütziger Verein, der nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Mit dem Erlös unserer Aktivitäten unterstützen wir kleinere, besonders wirksame  Sozialprojekte in Lateinamerika. Dabei helfen wir vor allem den notleidenden Kindern. Einige unserer Projekte stellen wir in dieser Broschüre vor.

[69]       Der Wahlkampf in Wien wird der härteste, kompromissloseste und voraussichtlich schmutzigste Wahlkampf der Geschichte.

[70]       „Eine Farm in Montana“. Eine junge Frau hat große Mühe, die elterliche Farm in Montana zu bewirtschaften. Zusätzlich bedrängt sie ein mächtiger Nachbar und eine Ölgesellschaft auf das härteste. Vielschichtiger Western, wuchtig erzählt.

[71]       „Lügen haben schöne Beine“. Komödie mit Goldie Hawn.   Obwohl der mäßig erfolgreiche Architekt Davis seiner angebeteten Becky ein  Traumhaus baut, wird er von ihr sitzengelassen. Frustriert verbringt er eine Nacht mit der quirligen Kellnerin Gwen. Ohne sein Wissen zieht diese in sein leer stehendes Haus und gibt sich als Mrs. Davis aus. Eine Lüge zieht die nächste nach sich.

[72]       Patentrezepte für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gibt es nicht. Es gibt aber eine Grunderkenntnis: Damit wir mithalten können, muss eine massive Verlagerung vom verwalteten, Ressourcen verschlingenden öffentlichen Sektor hin zur produktiven, Ressourcen schaffenden Wirtschaft stattfinden. Das bedeutet weniger Geld und Einfluss für Bürokratie und öffentliche Unternehmen, mehr Geld und vor allem bessere Bedingungen für private Unternehmen und Unternehmer. Aber auf keinen Fall Wirtschaftspolitik nach dem „Modell Bärental“. 
[Hans Rauscher, KURIER, 22.02.1997]  

[73]       Die Märchen- und Mythenphantasie weist nicht nur bestimmte Beziehungen ihrer Motive zum Entwicklungsalter des Einzelmenschen auf, sondern auch auffallend ähnliche Grundzüge bei verschiedenen Völkern und Zeiten, so dass man in ihrem Spiel die Wirkung eines «kollektiven Unbewussten» vermutete, nicht im Sinn eines überindividuellen Realen, sondern eher als eine in allen Menschen aller Zeiten und Völker sich findende gleichartige unbewusste Grundtendenz zum Produzieren bestimmter Formen des Phantasie-Spieles.  

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Frage nicht

meine himmelblaue Verzweiflung

meine ungeborene Ausgelassenheit

meine weglose Sehnsucht nach dem Tod

meine eingespannte Ungehaltenheit

meine überwundene Hoffnung

meine genötigte Vergessenheit

meine zurückgebliebene Philosophie

nimm alles aus meinem Besitz

aber frage nicht

was dich umarmt

wenn ich dich umarme

[Ruth Keckeis - Sonderpreis Literatur '94 ]

 


 

Clinton als Superstar: Tatkraft und Visionen

 

Als tatkräftiger Präsident, erfolgreicher Reformer und glänzender Redner präsentierte sich US-Präsident Clinton anlässlich ich der traditionellen  "Botschaft zur Lage der Nation" vor beiden Häusern des Kongresses in Washington. Kurz und prägnant sein Rückblick auf ein Jahr, in dem er mehr Gesetze durchgebracht hat als irgendein anderer Präsident vor ihm. Emotional und visionär die Ankündigung  weiterer Reformen, mit dem Ausbau von Sozialsystem und Verbrecherbekämpfung als populären Schwerpunkten.

Mit 60 Prozent Zustimmung hat Clintons Popularität einen neuen Höchststand erreicht. Sein wichtigstes Wahlversprechen ist nach einem Jahr bereits eingelöst: Erholung der Wirtschaft bei gleichzeitiger Reduzierung des Haushaltsdefizits.

Jetzt will er die Zustimmung in der Bevölkerung zur Durchsetzung weiterer Reformen nützen.

 

Die Reiher

 

Reiher leben in Europa, Asien und Afrika stets in der Nähe von Gewässern und Sümpfen. Sie beschleichen ihre Beute oder belauern sie, indem sie lange Zeit unbeweglich in seichten Wasser stehen. Plötzlich schnellen sie den zwischen den Schultern eingezogenen Kopf vor, um mit ihrem langen, spitzen Schnabel Fische, Frösche, Mäuse oder Heuschrecken wie mit einer Zange zu packen oder wie mit einem Dolch zu spießen.

In Deutschland nistet in Kolonien auf großen Bäumen der sehr scheue, fast storchengroße Grau- oder Fischreiher, dessen schwarze Scheitelfedern haubenartig verlängert sind. Teils ist er Zugvogel, teils überwintert er an eisfreien Gewässern. In jedem Frühjahr kehrt er zum alten Horst zurück; manche Kolonien bestehen schon seit fast 100 Jahren.

Im Flug krümmt der Fischreiher den langen Hals S-förmig zurück. Da der Fischreiher als Fischräuber stark verfolgt wurde und klare Gewässer als Lebensraum braucht, ist er in Deutschland selten geworden. Den an Brust und Bauch rostbraun gefiederten Purpurreiher und die weißen Seidenreiher sieht man in Europa in größerer Zahl noch am Neusiedler See (Österreich / Ungarn).