Hätte ... können / sollen / müssen

Deutsche Beispiele

© Justo Fernández López


 

[1]          Salzburg steht im UEFA-Cup-Finale. Wer hätte vor sieben Monaten schon an solche Triumphe glauben mögen?

[2]          Das hätte ich mir nie denken können.

[3]          Das hätten Sie nie sagen sollen.

[4]          Du hättest es nicht zahlen müssen.

[5]          Die Wohnung ist schon vergeben. Hätten Sie sie kaufen wollen?

[6]          Kühbauer, einer der besten Rapidler, muss am Freitag im Derby gegen die Austria zuschauen. Für ihn doppelt bitter, da er in diesem Spiel auch von einem Trainer des deutschen Bundesligaklubs beobachtet hätte werden sollen.

[7]          Thomas Muster gab im Achtelfinale gegen Gaudenzi in Rom auf. Die Weltrangliste war für ihn uninteressant, weil er ins Halbfinale kommen hätte müssen, um Punkte zu gewinnen.

[8]          Hätte Westerthaler seine Chance verwertet, hätte er trotzdem den Trainer nicht retten können. Innsbruck hat 1:0 verloren und der Trainer musste gehen.

[9]          Mein Modell sah vor, aus den Landesbeteiligungen Profit-Centers zu machen und ihnen den Börsegang zu ermöglichen. Dieses Geld hätte für außerbudgetäre Wirtschaftsreformen eingesetzt werden sollen.

[10]      Milan 4:0 gegen Barcelona. Milan blieb ohne Opposition.

[11]      Ein triumphaler Tag, wie ihn kein Mailänder Gott hätte besser erfinden können. Berlusconi hat im Senat und in Athen gewonnen.

[12]      Wir fragten alle, die das hätten wissen können.

[13]      Ich habe zwei Fehler gemacht: Ich habe zu lange verhandelt und hätte schon bei der zweiten Runde das Gespräch beenden müssen.

[14]      Der (in den Augen von Trainer Leitgeb) negative Aspekt des Fünf-Satz-Kampfes: Muster hätte schon in drei Sätzen gewinnen müssen. Die Taktik hat gelautet: Zwei Bälle auf Agassis Rückhand, dann einen auf seine Vorhand - das hat Tom nicht eingehalten.

[15]      Belgische Spitzenklubs hatten nach Ungarns Team-Mittelstürmer geangelt. Gelandet ist er bei Admira-Wacker. Nicht etwa, weil Admira finanziell alle Konkurrenten ausbremste. Mit dem Angebot der Admira hätten wohl auch die belgischen Konkurrenten mithalten können. Nein, den Ausschlag gaben geographische Gründe.

[16]      Über zwei Pfiffe wundern sich alle, die Fußball im TV sahen. Entscheidungen, die sich auf den Spielverlauf und der Meisterfrage hätten auswirken können.

[17]      Als der deutsche TV-Starmoderator Dieter Kürten den österreichischen Teamchef fragte, ob es denn mit dem deutschen Trainer eine Absprache gebe, die Härte aus Verletzungsgründen so knapp vor der WM nicht zu übertreiben, fühlte sich der Teamchef auf den Schlips getreten. Die Antwort: "Die Deutschen hätten sich schon gegen Irland verletzen können, sie können sich auch noch in Kanada verletzen. Die Gefahr besteht bei Zweikämpfen."

[18]      Die Österreicher haben verloren, weil sie ohne Andi Herzog gespielt haben. Er hätte dem Spiel der Österreicher Linie geben können. Auf ihn kann Prohaska nicht verzichten.

[19]      Man hätte Herrn Kardinal König persönlich zu Wort kommen lassen sollen. In der Sendung sah ich den Generaldirektor der ÖBB. Auch der sollte seine Meinung zur  EU sagen. [Über die Sendung: Europaforum]

[20]      Titelverteidiger Austria Wien begann das Spiel auf den Sportklub-Platz so, als hätte  sie noch aus eigener Kraft Meister werden können.

[21]      "Der Todessturz von Ulli Maier ist kein Garmischer Problem. Das hätte in jedem anderen Ort auch passieren können".  [OK-Chef Ostler]

[22]      Chancen gab es in Hülle und Fülle auf beiden Seiten, die aber verjuxt wurden. Kirchler, Danek, Lesiak und Westerthaler hätten für die Tiroler Tore machen müssen - Zak und Prosenik für die Austria.

[23]      Die Zahl der "Nein"-Sager ist mit einem Drittel viel niedriger ausgefallen als erwartet, sie ist dennoch nicht zu vernachlässigen. Aber klarer hätte man kaum sagen können, dass wir uns von Europa nicht abwenden dürfen. Es ist ein Sieg für Österreich.

[24]      Als am Nachmittag das eindeutige Ergebnis absehbar war, umarmte Bundessprecher Peter Pilz "seine" Umweltsprecherin. "Darf man gratulieren? Wenigstens eine von uns hat gewonnen. Hätte es nicht ich sein können?"

[25]      Hirnschall verurteilt den Versuch des FP-Obmannes, die 33% Nein-Stimmen für sich zu reklamieren: "Das halte ich für gefährlich." Auch Generalsekretär Grasser zeigte sich über jene Aussage seines Chefs nicht glücklich: "So hätten wir uns nicht äußern sollen. Eine Vereinnahmung ist das letzte, was ich will."

[26]      In der "Politeia" von Platon ist Mythologie teils unterdrückt, teils manipuliert:  jeder Konfliktstoff, der rebellisch oder traurig hätte stimmen können, ausgeschaltet, nur das zugelassen, was die Jugend stärkt.

[27]      Hätten wir diese Information früher bekommen, hätten wir uns die ganze Diskussion sparen können.

[28]      Mir war schon klar, dass heute das Wahlergebnis nicht so deutlich ausfallen würde,  wie man vor Monaten noch annehmen hätte können.

[29]      -Wieviel zahlt man Ihnen international für eine Regie?
-Meine Angebote von Salzburg bis Hamburg, von London bis zur Wiener Staatsoper, wo ich den "Ring" hätte machen können, liegen nie unter 800.000 Schilling, eher in Richtung eine Million.

[30]      Wäre die Volksabstimmung am 12. Juni mit "Nein" ausgegangen, dann hätte die ausbrechende Panik in der ÖVP dazu führen können, dass man sich Haider nach schlecht verlaufenen Wahlen an den Hals wirft. Aber es ist eben anders geworden.

[31]      Ich bin etwas enttäuscht, denn wir hätten gewinnen müssen, haben aber zu viele Chancen vergeben.

[32]      Der österreichische EU-Vertrag wird in Korfu unterschrieben. Ist es nur ein Zufall, dass der Vertrag ausgerechnet auf dieser Insel  unterschrieben wird? Genauso gut hätte es Ischie sein können. Mallorca. Oder die Färöer-Inseln. Ja, warum nicht die? Weil in Korfu Sisi ihren Urlaub verbracht hat.

[33]      Morak, der Schauspieler, hat mit überzogener Aggressivität der Burg und der Kunst oft geschadet und nichts erreicht, wo er konstruktiv und besonnen auch durchaus etwas hätte bewirken können.

[34]      Das Selbstmordrisiko unmittelbar nach dem Urteil ist besonders groß. Die Leute müssen zu diesem Zeitpunkt intensiver betreut werden. Unterweger wurde nicht betreut. Man hätte die Zelle zumindest mit Video überwachen können. Man war gewarnt. Man hätte gewarnt sein müssen. Man hätte es ihm ansehen können.

[35]      -Wie gefährlich ist Ephedrin als Dopingmittel für den Körper?
-Wirkung und Begleiterscheinungen sind natürlich stark quantitätsabhängig. Im Extremfall hätte Maradona daran auch sterben können.

[36]      Nimm man Scholtens unglaubliche Verteidigungsrede ernst, dann hätte die Rechnungshofbericht die erste Saison Peymann nicht auswerten dürfen, denn erst Spielzeiten "sind immer besonders gut besucht".

[37]      Unterweger zum Sprengstoff-Anschlag: "Wer auch immer das gemacht hat, hat es nicht für mich gemacht.  Das geschah, um mich zu schaden. Es hat schon früher Drohungen gegen mich gegeben." Er ist entsetzt bei dem Gedanken, dass dabei ein Mensch hätte sterben können!

[38]      Andreas Herzog flüchtete, nachdem er drei WM-Spiele in Chicago und New York erlebt hatte, mit seiner Freundin Kathi in die Karibik. Denn: Zuschauen schmerzt den österreichischen Mittelfeldstrategen. "Weil ich sah, dass ich hier sehr wohl auch hätte mitspielen können."

[39]      Becker war am Montag mit einer 1000-Dollar-Strafe belegt worden, weil er sich im Match gegen Javier Frana am Samstag heimlich und regelwidrig während einer Toilettenpause von einem Arzt behandelt hatte lassen. Die Behandlung war offenkundig geplant.
Becker soll seinem Vertrauensmann zugeflüstert haben, sich im zehn Minuten im Kabinenbereich aufzuhalten. Bei strenger Auslegung der Regeln hätte Becker danach disqualifiziert werden müssen, was jedoch vermutlich lautstarke Proteste des Publikums nach sich gezogen hätte. Nach der verhängten Geldstrafe ist die Sache für Boris Becker rechtlich ausgestanden.

[40]      Es hätte schlimmer kommen können - es hätte die Pest ausbrechen können!

[41]      FP Kärnten wird die Wahl von Zernatto zum Landeshauptmann anfechten. Seiten der Bundes-FPÖ wurde eine Anfechtung bisher abgelehnt. Aber Parteichef Haider hat mehrfach anklingen lassen, er werden "den Kärnten nichts dreinreden". Stein des Anstoßes ist für Strutz die Ablehnung eines FP-Wahlvorschlages durch Landtagspräsident Unterrieder (SP). Strutz sieht sich von dem Gutachten in seiner Ansicht bestätigt, dass er auf Ambrozy lautende Wahlvorschlag nur von der freiheitlichen Fraktion zurückgezogen hätte werden können.

[42]      Vielleicht sollte man dem Verteidiger Dr. Zanger sagen, dass nicht der Staatsanwalt die Schuld am Selbstmord Unterwegers hat, sondern dass der Verteidiger selbst, der  Unterweger ja am besten kannte, seinen Mandanten nach dem Urteil der Geschworenen hätte besser betreuen und beraten müssen.

[43]      Hätte ein Schuss aufs Tor werden sollen von Berti, ging aber daneben.

[44]      Bei gutem Wille der Sozialpartner, meinte Hesoun gestern, hätte die Ausgliederung  der Arbeitsmarktverwaltung "zwei Jahre früher" stattfinden können.

[45]      Gerhard Zimmer hat verraten, Deutsch samt zugewanderten Fremdwörtern sei sein "Steckenpferd". Und so lehrt er uns: Die korrekte doppelte Verneinung: "Nigeria ist nicht unerfolgreich." Die korrekte Möglichkeitsform: "Das hätte, müsste, sollte, und was es noch für Konjunktive gibt, der Ausgleich sein müssen."

[46]      "Wir hätten schon zur Pause mit fünf, sechs Toren Vorsprung führen müssen", jammerte der argentinische Trainer.

[47]      Wettschulden werden genauso wie Spielschulden als sogenannte Naturalobligationen bezeichnet. Damit ist gemeint, dass sie zwar zahlbar, aber nicht klagbar sind. Erfüllt ein redlicher Verlierer seine Wette, so kann er den entrichteten Preis auch dann nicht mehr zurückfordern, wenn er etwa im nachhinein erfährt, dass er zur Zahlung dieser Schuld gar nicht hätte gezwungen werden können.

[48]      Der wegen Dopings gesperrte Maradona kann wieder hoffen: FIFA-Präsident Joao Havelange will erreichen, dass die Strafe für den argentinischen Superstar nicht zu hart ausfällt. Die FIFA wird nach der WM das weitere Strafmaß für Maradona festsetzen. "Die Strafe sollte nicht so hart sein, dass dadurch Maradonas Karriere beendet wird. Man muss dabei auch sein Alter berücksichtigen", sagte Havelange. "Maradonas Arzt hätte besser achten sollen, was er dem Spieler gibt". Maradona hatte nach dem WM-Aus seine Karriere für beendet erklärt. Schon einmal war er für 15 Monate gesperrt.

[49]      Der 39jährige Lukas Vakovic ist am Freitag aus de Strafanstalt Graz-Karlau entkommen. Er hätte dort bis Mai nächsten Jahres seine Strafe absitzen müssen.

[50]      Tony Rominger musste die Überlegenheit seines Rivalen neidlos anerkennen, "Miguel war einfach der Stärkste, ich hätte nicht schneller fahren können", erklärte der Schweizer.

[51]      Der Mörder erwürgte und zerstückelte das Mädchen, nur weil es seine wahre Identität hätte enthüllen können.

[52]      Mag sein, Saddam hätte sich auch durch eine massive Drohung der USA - sie ist versäumt worden - nicht von der Annexion Kuweits abschrecken lassen.

[53]      Das hätte ich mir nicht einmal träumen lassen, dass es uns Rapid so leicht macht. Der  vielzitierte Rapid-Geist, was ist das?

[54]      Ich habe ihn geliebt, wie haben uns geliebt. Also aus welchem Grund hätte ich ihn umbringen sollen?

[55]      Die Pflichtübung der Regierung über positive Wirtschaftsdaten will - der Kanzler  hätte es wissen müssen - niemand so richtig würdigen.

[56]      Die Österreicher, sprach Vranitzky eindringlich weiter, hätten doch nicht erst auf den Rechnungshof warten müssen, um zu wissen, dass es in der AMAG Riesenprobleme gebe.

[57]      Wäre der wegen Missachtens der Schwarzen Flagge in Silvertone verurteilte "Schumi" in Hockenheim nicht gestartet, hätte es die ärgsten Krawalle gegeben.

[58]      -Was hast du mit deinem Haar gemacht? -Ich habe sie schneiden lassen. -Ach, Monika, das hättest du nicht tun dürfen!

[59]      Körperlich hatte ich in diesem Match keine Probleme. Ich hätte noch fünf Stunden so weiterspielen können. [Horst Skoff]

[60]      Egon Coordes hätte spüren und wissen müssen, dass seine Meisterschafts-Premiere eine ganz besonders sensible Sache werden würde. Um so unverständlicher, dass er gleich seinen ersten Auftritt, der - angepasst an seinen autoritären Stil - ein starker hätte werden sollen, zu einem ganz schwachen Abtritt  machte. Ohne auch nur ein Wort mit einem Journalisten gesprochen zu haben, zog er im Zorn ab.

[61]      Beunruhigt zeigt sich Görg aufgrund des fehlenden Sommer-Wahlkampfs der Bundes-ÖVP. "Unser Programm - Heimat, Sicherheit, Wirtschaft - und auch der Kernslogan 'Kraft der Mitte' sind schon in Ordnung", verteidigt er die Parteizentrale. Aber: "Hätten wir das alles nicht schon zwei Monate früher trommeln sollen, um den Eindruck, die SPÖ ist schon viel weiter vorne als wir, zu konterkarieren? Ideal wäre es gewesen, hätte man unmittelbar nach der EU-Abstimmung am 12. Juni ganz kurz, für einige Wochen, eine erste Werbeoffensive gestartet. Um jedem unserer Funktionären das Gefühl zu geben, dass die ÖVP voll da ist. So hätte man sich über den Sommer drüberretten können bis zum Beginn des Intensivwahlkampfs am 1. September."

[62]      Egal, ob es in kleinen Ortschaften Dutzende Zuhörer waren, Hunderte oder Tausende, stets hätte man die berühmte Stecknadel im Saal fallen hören können. [Peter Pelinka über Erwin Ringel]

[63]      Die völlig unerwartet im Alter von 49 Jahren gestorbene Schauspielerin Heidi Brühl ist einem Krebsleiden erlegen. Freunde dürften von ihrem Leiden nichts gewusst haben, bekannt war nur, dass der Showstar sich bereits vor vier Jahren einer Operation hatte unterziehen müssen.

[64]      Im Konzept von Otto Baric hatte Franz Aigner für das Duell mit Maccabi Haifa die  Rolle der linken Mittelfeldzange zugesprochen bekommen. Zusammen mit Thomas  Winklhofer hätte er für Flanken von den Flügeln sorgen sollen. Aber ausgerechnet am Spieltag wachte der 26jährige Spieler  mit Bauchweh und Übelkeit auf - das Aus.

[65]      Wenn Maccabi Haifa uns das 2:0 machen, schießen sie uns ein drittes Tor auch noch, weil wir riskieren und aufmachen müssen. Und das hätten wir wahrscheinlich in Wien nimmer aufholen können.

[66]      Das junge Ehepaar hat chinesisch gegessen. Die Teller standen so weit auseinander, dass sich die beiden hätten anbrüllen müssen, um sich zu verstehen. Es hätte wohl eine Imagetour, die die Jackson-Presley, black & white, nach Budapest führte. Doch keine zwölf Stunden waren vergangen, und die "wahre Liebe" war medial zur "Ware Liebe" mutiert.

[67]      Otto Baric hat Mladen Mladenovic mehr als zehnmal beobachtet. So oft haben er und der Co Kaljanin den kroaten Stürmer, der eigentlich schon im Sommer '93 hätte kommen sollen, unter die Lupe genommen. Vor einem Jahr allerdings war er zu teuer.

[68]      "Wenn alles gut geht, haben Sie noch zwei Jahre". Mit diesen Worten hatte der Wiener Gerhard P., 34, seinen HIV-positiven Blutbefund präsentiert bekommen.  Das war vor zehn Jahren. Und Gerhard P., der nach der Prognose des Arztes längst an AIDS gestorben sein müsste, lebt immer noch. Ohne AIDS.

[69]      Ich verstehe diesen Mann [Mortier] nicht. Er ist ja nicht dumm. Er hätte wissen müssen, dass er in Salzburg nicht sagen kann: "Die Getreidegasse stinkt!". Er hätte überlegen müssen, was er so von sich gibt. [D. Pappas]

[70]      Die Sendung gehört zum Besten, was der ORF anzubieten hat. Sie hätte länger dauern und zu einer anderen Zeit gesendet werden können.

[71]      Der Mensch wird gemessen an dem, was er sagt. KURIER-Chefredakteur Peter Rabl hat im "Club 2" am Dienstag mit wenigen Worten treffend gesagt, was zu sagen war, wie Klestil reagieren hätte müssen. Der Club hätte um mindestens ein Drittel gekürzt werden können, wie schon so oft.

[72]      Freisprüche gab es heute Nachmittag für fünf mutmaßliche Mitglieder der "Wehrsport-Gruppe Trenck". Die Gründung einer bewaffneten Verbindung hätte ihnen nicht nachgewiesen werden können, begründete das Geschworenengericht in Wien seine Entscheidung.

[73]      Eine Gesprächspause nützt Alois Mock auch schon mal zum Klavierspielen. "Früher hätten Sie ihn hören sollen", schwärmt Frau Edith Mock.

[74]      Ich habe ihr eine Bibel geschenkt. Ich hätte ihr genauso gut auch das "Guinness-Buch der Rekorde" schenken können.

[75]      Besser hätte Rapids Pole Sliwowski seine erste Saison-Chance nicht nützen können. Traumtor im Derby, sehr starke Leistung, der Trainer lächelte.

[76]      Bei Kühbauers Durchbruch war Torraub im Spiel, da hätte es Rot geben müssen. Andererseits wäre auch auf der anderen Seite der Elfer an Iwanauskas zu pfeifen gewesen.

[77]      Mein Sohn ist kein Massenmörder. Wann hätte er die 10 Frauen denn umbringen sollen?

[78]      Israel wollte voriges Jahr den irakischen Diktator Saddam  Hussein töten. Eine Rakete, die auf Körperwärme reagiert, hätte gegen Saddam eingesetzt werden  sollen. Allerdings starben fünf  Israelis bei der Einsatzvorbereitung in der Negev-Wüste. Daraufhin hat Israel seine Attentatspläne aufgegeben.

[79]      Eines Tages vergaß er aus Unachtsamkeit, was er bei meiner Eifersucht nicht hätte vergessen dürfen. Ich fand ... 

[80]      Die Eiserne Lady wird jetzt wohl das tun, was sie eigentlich immer tun hätte sollen - Hausfrau spielen und nicht gegen den Irak kämpfen.

[81]      Als Prost kritisch bemerkte, dass das Rennen wegen des einsetzenden Regens aus Sicherheitsgründen hätte abgebrochen werden müssen, erwiderte Senna zynisch: "Jeder kann aufhören, wenn es ihm zu gefährlich wird".

[82]      Gut und gern hätte es nach einer halben Stunde 4:0 stehen  können. Wer weiß, ob es nicht so sogar besser ist. Denn nach einem klaren Sieg über Griechenland wäre Frankreich vielleicht im Geiste schon jetzt. Ehe solche Gedanken aufkommen konnten, wurde es eiskalt. Der Gegentreffer löste Hektik und Panik aus. Genau da wird der Teamchef ansetzen müssen.

[83]      Hätte uns damals Saddam den Krieg erklärt, hätte er uns sicher  schlagen können.

[84]      Dennoch müsse man auf dem Boden bleiben, warnte Prohaska. Es gebe noch immer ein psychologisches Problem: "Da führen wir  2:0, hätten schon 4:0 führen können. Dann bekommen wir ein Tor und es haut uns für 20 Minuten aus den Socken."

[85]      Jedes Opfer von sexuellem Missbrauch hat das Recht, wütend zu sein auf diejenigen, die etwas hätten sagen und ihm helfen können, es aber nicht taten, die seine Qualen herunterspielten und verharmlosten, die seinen Geständnissen nicht glaubten.

[86]      Diese Einwände treffen auch noch die Arbeiten der formalen Logik und der Pariser Vorträge Husserls, wo man aus der Transformation des Geschehens der geschichtlichen Bewegung in die Darstellung von Bewegungsformen innerweltlicher Naturbezüge einige Stücke konkreterer Rationalität unserer Urteilskraft hätte erwarten können.  

[87]      Ich habe damals überlegt, ob ich auf das Fernsehen hätte verzichten sollen.

[88]      Jelzin hätte es sich leisten können, den Kongress einfach zu ignorieren. Der Kongress hat sich bei seiner letzten Sitzung politisch selbst in die Sackgasse manövriert. Er hatte kaum mehr Platz für politische Manöver. Das hätte Jelzin ausnützen müssen, um die Reformen voranzutreiben. Der Protest der Abgeordneten hätte ihm dabei in der Bevölkerung nur genützt.

[89]   Jelzin steckte zurück und verzichtete auf den Anspruch auf Alleinherrschaft. Das Parlament steckte zurück und verzichtete zunächst darauf, ihn abzuwählen. In Wirklichkeit hätte keiner den anderen wirklich ausschalten können: Der abgesetzte Jelzin wäre einfach sitzen geblieben, das aufgelöste Parlament auch. Um sich durchzusetzen, hätte sowohl Jelzin als auch Chasbulatow & Co. eine dritte Kraft zu Hilfe rufen müssen: die Armee. Da diese gespalten ist, war der Bürgerkrieg eine reale Möglichkeit. Diese Aussicht ließ alle zurückzucken.

[90]      "Das stimmt nicht. Es ist sogar genau umgekehrt. Jodie wollte mehr Sex und härtere Szenen als ich", dementierte Regisseur Jon Amie Zeitungsberichte, wonach Jodie Foster heiße Sexszenen aus ihrem neuen Film "Sommersby" herausschneiden hätte lassen. 

[91]  Er ist in München aufgewachsen, hat dort gelebt, und irgendwann muss er raus aus seiner Wohnung und fand keine, die er hätte bezahlen können.

[92]   "Unrecht kann auch der tun, der nichts tut." Mit diesem Zitat begründete Heide Schmidt ihren Austritt aus der FP und die Gründung des Liberalen Forums. Nur ein Parteiaustritt hätte keinen politischen Sinn gemacht, sie hätte nichts bewirken oder verändern können.

[93]      Die Szene war ganz lebensnah, das heißt, genau wie im wirklichen Leben und auch so, wie es auf einem Bild hätte sein können.

[94]      Die eine und die andere herrische Bemerkung Reich-Ranickis verleitete Sigrid Löffler, beinahe artig froh zu sein, dass der Patriarch sich nicht geändert habe. Warum hätte er sich auch ändern sollen? Er beherrscht die deutsche Sprache und sein Metier, und da er nicht gestohlen und auch nicht gemordet hat, müssen sich schlechte Autoren halt weiter vor ihm fürchten.

[95]      Für Prohaska kann dieser Poster einfach zehn Jahre zu früh. Er hätte sich länger seine Sporen als Klub-Trainer verdienen müssen.

[96]      Er hätte einer der Stargäste bei Udo Jürgens' großer Geburtstagsgala diesen Freitag in Innsbruck sein sollen: Rainhard Fendrich. Kurz vor der Show sagte er ab - ohne Gründe.

[97]      Als jedoch der große Tag kam, fand er nicht einmal Gelegenheit, seinen Plan auszuführen und die erwartete Schätze einzusammeln. Beim Eindringen in den Postwagen wurde er bereits ergriffen. In wütender Ohnmacht schwieg er bei Gericht vor sich hin, weil er dort nicht hätte sagen können, was er hätte sagen sollen: "Es war nicht das Geld, das er gewollt hatte. Es waren nicht Reichtümer, nicht bloß die zu erbeutenden Schätze; sie waren für ihn nicht mehr als eine Spange gewesen, die er auf der Brust seines Stolzes hätte tragen können - ein Symbol, ein Zeichen dafür, dass er auf seine Weise der beste war, der Beste dieses erwähnten, gewagten Spiels.

[98]      Die Stimmung hatte Busek auch mit seinem Interview von Montag animiert. Offenherzig hatte er darin Ehrenparteiobmann Mock eine Mitschuld an der Wahlniederlage zugewiesen. Ohne das laute Nachdenken von Mock und anderen Funktionären über eine kleine Koalition hätte die ÖVP ihre Position am Sonntag halten können, hatte Busek formuliert.

[99]      Es war der erste Club 2, der sich zwei Stunden lang den Kopf von Wahlverlierern zerbrochen hat - darüber, wie man die Wahlsieger hätte aufhalten können -, ohne dass auch nur ein Verlierer oder Sieger mit am Tisch gesessen wäre.

[100] Achselzucken waren meine Antwort. Was hätte man auch sonst sagen sollen?

[101] -Warum hast du auf die ersten Schlagzeilen so allergisch reagiert? Du hättest sie negieren können, du hättest die Freunde machen können und diejenigen, die auf dich schießen, ins Abseits stellen können. Pauschal haben alle Journalisten büßen müssen. -So war es nicht. Ich wehrte mich nur gegen Unterstellungen und Unwahrheiten.

[102] Es war 1950 nicht geglückt, die Kommunikation zwischen Heidegger und Jaspers so herzustellen, dass sie ohne wesentliche Störung aufrecht erhalten werden konnte. Zuviel hatte sich ereignet seit 1933, als dass Heidegger sich in Jaspers’Augen allein mit dem Wort „Scham“ hätte reinwaschen können.

[103] Ein 23jähriger Koch aus Absam tötete, „weil er jemanden umbringen wollte“. Eine Tragödie. Ein Mord wie er sinnloser nicht hätte passieren können: Markus Engele musste sterben, weil ein Koch „töten wollte“.

[104] Real spielte zu gut, dass Juventus ihn hätte schlagen können.

[105] Der Aufstieg des weithin unbekannten Diplomaten Klestil von nur 22% Wählerzustimmung zum Man des Jahres, dauerte nur sechs Monate - und begann unter Vorzeichen, wie sie schlechter nicht hätten sein können.

[106] Herr Teamchef, auch in der Aufstellung gab es Fehler. „Vorneweg sicher nicht. Hinterher bin ich auch gescheiter. Jetzt weiß auch ich, dass die eine oder andere Position besser besetzt hätte sein können. Hinterher sind Eingeständnisse zu spät, aber das ist so in diesem Job. Ich hätte Stöger und Ramusch früher bringen müssen“.

[107] Zu Goethes Geburtstag am 28. August hätte das strahlende Comeback [G. Grass]: „Ein weites Land“] stattfinden sollen. Dieses programmatische Vorhaben ist in jeder Hinsicht in die Hosen gegangen.

[108] Ich hätte nie so gut spielen können, wenn ich nicht auch meistens sehr gute Nebenspieler gehabt hätte.

[109] Der Finanzminister hätte im Koalitionspartner ÖVP und in den Sozialpartnern starke Verbündete gehabt, denen er das Durchsetzen von Sparideen überlassen hätte können.

[110] Ein intelligenter Konservativer hätte über Caspar Einems Gedankenanstoß eigentlich froh sein müssen: Der Innenminister bricht damit mit etlichen traditionalistisch-sozialdemokratischen Tabus. Er stellt das Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht zur Diskussion, definiert das Neutralitätsverständnis neu und regt an, das Militär für Frauen zumindest im Zivilbereich zu öffnen.

[111] Als dieser Artikel erschien und ich verschiedene Physiker nach ihrer Meinung dazu fragte, zuckten sie nur mit den Achseln. Sie konnten in dem Experiment keinen Glauben, ja, sie hielten es nicht einmal für bedenkenswert, was daran falsch sein könnte, von einer Nachprüfung ganz zu schweigen. Sie übergingen es einfach.
Ungefähr zehn Jahre später erhielt ich Kenntnis von einigen Experimenten, die zufällig eine Erklärung für Lord Rayleighs Funde lieferten. Seine Ergebnisse waren offenbar durch ein paar nicht sonderlich interessante Faktoren verursacht worden, die er seinerzeit kaum hätte identifizieren können.
Trotzdem hätte er seine Beobachtung ignorieren sollen, denn er hätte wissen müssen, dass damit etwas nicht stimmen könnte.  Die Ablehnung vermeintlicher Erkenntnisse wegen ihrer Unglaubwürdigkeit hat sich oftmals als Irrtum erwiesen; aber diese Gefahr ließe sich nur um den Preis bannen, dass man die wissenschaftlichen Zeitschriften einer Flut von Unsinn öffnete.
Und noch etwas muss die Autorität der wissenschaftlichen Meinung über die Wissenschaftler leisten. Um zur Wissenschaft zu gehören, muss eine Tatsachenfeststellung nicht nur wahr, sondern auch interessant, genauer gesagt: für die Wissenschaft interessant sein.

[112] NEWS: Wo stehen Sie politisch? Maria Schell: Gäbe es einen Individualisten, wäre ich längst dort. Aber man kann sich über die Lage in Österreich nicht beschweren: Hier hat man den Vranitzky, ein großartiger Mann.  NEWS: Sie leben aber auch im Land des Jörg Haider. Schell: Der Haider ist eine verpatzte große Persönlichkeit, der ein guter Politiker hätte werden können. Der dumme Bub war liebenswürdig und frisch, aber er hat sich dann verrannt. Jetzt ist es leider zu spät für ihn. [NEWS, 28/96/164]

[113] Im Falle der Verarlberger Prostituierten H. Hammerer lebte das Opfer nach Aussagen von vier Zeugen noch, als es laut Polizeibericht längst tot gewesen sein hätte müssen.

[114] -Wenn das Angebot so toll war, warum haben Sie die Firma damals nicht verkauft?
-Warum hätten wir das tun sollen? Wir lassen uns nicht gern zwingen.

[115] Im Entscheidungssatz, nachdem Muster seinen Gegner dominiert hatte, machte er viele Eigenfehler und verlor ein Match, das einen Wendepunkt in seiner Karriere hätte bedeuten können.

[116] Ich bin froh, dass ich heute absolut clean bin, denn vor sieben Jahren, als ich noch ein totaler Alkoholiker war, hätte ich diesen Schicksalsschlag nicht durchstehen können.

[117] Wir waren arm, meine Mutter hat getan, was sie konnte. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einmal hungern hätte müssen.

[118] Zweieinhalb Jahre nach dem Tod Prinzessin Dianas bei einem Autounfall in Paris hat der einzige Überlebende des Unglücks, Leibwächter Trevor Rees-Jones, sein Schweigen gebrochen. In einem Interview mit dem "Daily Telegraph (Samstagausgabe) sagte er: "Wenn ich hätte sterben können, damit die anderen drei überleben, dann hätte ich es getan."

[119] Gutachten im Falle Osl: Krebskrankheit hätte acht Wochen früher erkannt werden können.

[120] Mit 18 war ich ein totaler Trampel. Heutzutage sind etliche der jungen Sängerinnen erstaunlich reif und abgeklärt für ihr Alter. Ich wünschte, ich hätte so selbstbewusst auftreten können. Allerdings haben die Stars früher noch die Chance gehabt, natürlich zu sein. [Madonna]

 


 

Der Herr Professor

 

An der Freien Uni Berlin saß ich in meinem Büro, mit meinem zerrissenen Pullover, aber nicht würdevoll hinter dem Schreibtisch, sondern auf einer Bank auf der Seite und die Leute, die mich besuchten, haben sich immer niedergesetzt, guten Tag zu mir gesagt, und auf den Herrn Professor gewartet. Da bin ich eben auch gesessen, habe ein Büchlein gelesen bis dann der Besucher sagte: „Ach, der Herr Professor, der kommt wohl nicht?“  „Welcher Herr Professor?“ „Der Herr Professor Feyerabend“. „Aber der ist ja schon da“. „Wie? Was? Wo? - etc.

In Berkeley war ich mehrmals chairman con Committees. Also, da bin ich in den Komiteesaal hineingegangen  und habe mich niedergesetzt. Der Reihe nach kamen die anderen Herren, machten die Tür auf, schauten herein, schauten mich an, machten die Tür wieder zu. 

Kamen wieder, schauten herein, schauten mich an, machten die Tür wieder zu - bis schließlich einer fragte, mit sehr zweifelhaftem Gesicht, „isn’t this the room for the ...“ „Yes“ I  said, „I am waiting for you“ - und die Gesichter hättest du sehen sollen. [Prof. Paul Feyerabend]

 

Im liebestaumel um 40.000 s erleichtert?

 

Nach den Liebesdiensten zweier rassiger Schönheiten aus Innsbrucks Rotlichtmilieu soll ein Maurer im Juli über Nacht um 40.000 S „leichter“ gewesen sein.

„Wie die zwei auf mir gelegen sind, ist die Maria gekommen und hat das Geld aus meiner Hosentasche gezogen“, erzählte der geprellte Freier gestern im Prozess wegen räuberischen Diebstahls vor einem Innsbruck Schöffensenat.

Auf und davon sei sie gewesen, die Maria. Und mit ihr das Geld für eine Autoreparatur. Nachlaufen hätte er auch nicht können: „Die eine ist auf mir gesessen, und die zweite hat mich mit dem Unterarm am Hals gewürgt.

Anklagen aber konnte man nur die mutmaßlichen Gespielinnen. Denn „Maria“ scheint es keine geben.

Das große „Geschäft“ soll in einer Bar gegen vier Uhr morgen angebahnt worden sein.

 

Ludwig Wittgenstein: „Vermischte Bemerkungen“

 

„Wenn es wahr ist, wie ich glaube, dass Mahlers Musik nichts wert ist, dann ist die Frage, was er, meines Erachtens, mit seinem Talent hätte tun sollen. Denn ganz offenbar gehörten doch eine Reihe sehr seltener Talente dazu, diese schlechte Musik zu machen. Hätte er z. B. seine Symphonien schreiben und verbrennen sollen? Oder hätte er sich Gewalt antun, und sie nicht schreiben sollen? Hätte er sie schreiben, und einsehen sollen, dass sie nichts wert seien? Aber wie hätte er das einsehen können?

Ich sehe es, weil ich seine Musik mit der der großen Komponisten vergleichen kann. Aber er konnte das nicht; denn, wem das eingefallen ist, der mag wohl gegen den Wert des Produkts misstrauisch sein, weil er ja wohl sieht, dass er nicht, sozusagen, die Natur der andern großen Komponisten habe, - aber die Wertlosigkeit wird er deswegen nicht einsehen; denn er kann sich immer sagen, dass er zwar anders ist, als die übrigen (die er aber bewundert), aber in einer andern Art wertvoll. Man könnte vielleicht sagen: Wenn Keiner, den Du bewunderst, so ist wie Du, dann glaubst Du wohl nur darum an Deinen Wert, weil Du’s bist. - Sogar wer gegen die Eitelkeit kämpft, aber darin nicht ganz erfolgreich ist, wird sich immer über den Wert seines Produkts täuschen.“

[Ludwig Wittgenstein: Über Gewissheit. Werkausgabe Band 8. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1994, S. 544-545]

 „Ich glaube nicht, dass Shakespeare über das »Dichterlos« hätte nachdenken können. Er konnte sich auch nicht selbst als Prophet oder Lehrer der Menschheit betrachten.“ [Ebd., S. 570]

 

Ein Gespräch mit Hannsheinz Porst    

 

In den 70er Jahre machte Hannsheinz Porst Schlagzeilen mit seinem radikalen Mitbestimmungsmodell. Damals war er noch überzeugt, dass sich Menschen wohler fühlen, wenn sie Verantwortung übernehmen können. Heute muss er im Psychologie Heute - Gespräch zugeben:

Die Mehrheit der Arbeitnehmer ist zufrieden, wenn die Kasse stimmt.

PH: Woran ist das Modell Ihrer Ansicht nach gescheitert?

PORST: Das Modell hat acht Jahre bestanden. Es waren wirtschaftlich sehr erfolgreiche Jahre. Die Ergebnisse, die wir erzielten,  waren gut und hätten sogar noch besser sein können. Dass es dann am Ende nicht mehr geklappt hat, lag an einer wirtschaftlichen Rezession. Jeder normale Unternehmer hätte  darauf reagiert, indem er Mitarbeiter entlassen und Gehälter gekürzt hätte.

PH: Hätten Sie, wenn Sie noch in der Firma gewesen wären, diese Maßnahmen ergreifen und durchsetzen können?

PORST: Natürlich kann man hinterher leicht sagen: "Ich hätte das schon gemacht, so dumm wäre ich nicht gewesen", aber ich bin nicht sicher. Auf jeden Fall hätte ich es ungern und zögernd gemacht, und dann wären die Maßnahmen wahrscheinlich  in ihrer Wirkung geschwächt gewesen.

PH: Das Modell also ist nicht gescheitert, sondern es sind unternehmerische Fehler gemacht worden?

PORST: Hätte ein anderer Unternehmer den Betrieb geführt, dann wäre das nicht passiert. Doch ich sage: Das Modell ist nicht gescheitert.

PH: Funktioniert also ein derartiges Mitbestimmungsmodell nur in  Zeiten guter Wirtschaftslage?

PORST: Nein, das kann man auch nicht sagen. Hätten die Porst-Mitarbeiter wirtschaftlich gut denken können, dann hätten sie bewiesen, dass das Modell auch in schlechten Zeiten funktioniert. Dafür aber hätten sie über ihren Schatten springen und erkennen müssen, dass das Unternehmen zu viele Mitarbeiter  an Bord hatte. Das hätten sie verändern müssen.

PH: Die Mitarbeiter hätten also konkret Entlassungen beschließen müssen. Im Extremfall hätten sie vielleicht sogar ihre eigene Entlassung veranlassen müssen?

PORST: Im Modell waren die Menschen damit überfordert: " Wie können doch keine Kollegen entlassen!" Dabei wäre es auch gar nicht nötig gewesen, wenn der Bewusstseinszustand schon so weit gewesen wäre, dass die Mitarbeiter hätten erkennen können: Wenn  wir nicht geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen, zerbricht das  Unternehmen und damit verlieren wir alle unsere Arbeitsplätze. Hätten sie gehandelt, hätte das den Betrieb nicht zerstört, sondern hätte zu seinem Erhalt und damit auch zum Erhalt der Arbeitsplätze beigetragen.

PH: Haben Sie im Grunde Ihre Mitarbeiter mit der ungewohnten Freiheit und Mitbestim­mung nicht überfordert?

PORST: Ja. Die wesentlichen Entscheidungen, die das Modell noch weiter-gebracht hätten, die hat der einzelne Mitarbeiten nicht getroffen. Das eigentliche Ziel wurde nie erreicht. Der wesentliche Grund dafür lag in der Wahl der Vorgesetzten.  Es ging immer nur um die Frage "ist er nett, oder ist er  nicht nett?", aber überhaupt nicht um das Fachliche. Das geriet völlig in den Hintergrund. Die Kriterien dafür hätte jeder haben können, wenn er nur gewollt hätte. So wurde bei uns über jede Entscheidung mit allen, die es betraf, sehr lange diskutiert. Ein normaler Manager hätte darüber nicht diskutiert, weil er sich allein für zuständig gehalten hätte.

Und er hätte auch gesagt: Warum einen ganzen Tag lang zusammensitzen und über eine Entscheidung reden, das kann ich in einer halben Stunde alleine besser erledigen. Dann hätte er die Anweisung geschrieben, und damit wäre die Sache gelaufen. Der Unterschied ist nur: Wir hatten hinterher, wenn die Entscheidung getroffen war, keine Diskussion mehr. Jeder wusste genau, warum das so und nicht anders entschieden worden ist, und die Entscheidung konnte von ihm mitgetragen werden.

PH: Heute sind Motivation und Arbeitszufriedenheit wieder Werte.

PORST: Den Satz " Geld allein motiviert nicht" muss ich heute umdrehen und sagen: Nur Geld motiviert. Ich musste meine Meinung  über diesen ganz wesentlichen Punkt sehr verändern. Mit der Divise: "Geld motiviert die Welt" können wir die DDR sehr gut  aufbauen 

PH: Insofern haben die ehemaligen DDR-Bürger ja richtig gewählt, indem sie Helmut Kohl das Vertrauen ausgesprochen haben.

PORST: Absolut. Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn Lafontaine  gewonnen hätte. Die SPD hätte die Aufbau nicht geschafft.

PH: Die Menschen in der DDR hatten keinerlei Spielraum. Alles war vorgegeben, die Hierar­chien waren klar. Eigentlich hätte das doch funktionieren müssen, nach den Erfahrungen, die Sie mit den Menschen in der Arbeitswelt gemacht haben?

PORST: Eigentlich ja. Nur waren diejenigen die an der Spitze standen, die absolut Unfähigsten.

PH:  Wie war das, als Sie noch sehr gute Kontakte zur DDR hatten? Hatten Sie damals wirklich an das sozialistische System in der DDR geglaubt?

PORST: Ich habe nicht daran geglaubt, dass es an Wohlstand und Zivilisation den Menschen mehr bieten könnte als der Kapitalismus.

 


 

Spanische Entsprechungen

 

Los errores históricos

Gabriel Tortella

EL PAÍS - Miércoles, 9 de octubre de 2002

 

Los errores se pagan, invariablemente. Y los errores de importancia histórica tienen precios de importancia histórica también. Hoy pagamos los errores de nuestros padres y nuestros abuelos, y, en la medida en que no reconocemos los pasados errores como tales,

Casos de errores históricos de grandes consecuencias hay infinidad. En España se habla poco del gran error de Cristóbal Colón, que descubrió un continente sin saberlo. La cadena de errores geográficos que llevaron a Colón a descubrir América es algo fascinante; pero el caso es que las consecuencias del error pueden haber perjudicado las opciones españolas. De haberse sabido desde el inicio que las tierras descubiertas eran un continente desconocido, España quizá hubiera podido reclamarlo enteramente para sí.

Los errores de Felipe II fueron sonados: no fue sólo la Armada Invencible; más grave fue la brutalidad con que reprimió lo que en principio era una disidencia pacífica en los Países Bajos, que acabó conduciendo a la devastadora y catastrófica Guerra de los Ochenta Años. Aquí sí que el error humano tuvo consecuencias fatídicas. Es posible que, aun sin la derrota de la Armada, el poderío naval inglés se hubiera impuesto en todo caso; pero la autonomía pacífica de los Países Bajos, en lugar de la cruenta guerra que tuvo lugar, hubiera sido un beneficio inmenso para España.

Deportes

ELPAIS.es - 20-09-2005

Samuel pudo jugar como comunitario en el Madrid y haber dejado su plaza a Eto’o.

El central, ahora en las filas del Inter, cumplía todos los requisitos para haber solicitado la doble nacionalidad y así no haber ocupado plaza de extranjero

El defensa Walter Samuel, traspasado este año al Inter de Milán, jugó la pasada temporada en el Real Madrid ocupando plaza de extranjero cuando podía haber jugado como comunitario, lo que hubiera posibilitado dejar una plaza libre para Samuel Eto’o, según informó anoche el programa "El Larguero" de la Cadena SER.

En el verano de 2004, el Real Madrid fichó a Samuel, procedente de la Roma, por 24 millones de euros, y pasó a ocupar la tercera plaza de extranjero en el Real Madrid (las otras dos estaban ocupadas por Ronaldo y Roberto Carlos). En julio de 2004, el Madrid tuvo la oportunidad de quedase con Eto’o, pero uno de los argumentos que se dieron entonces para dejarle ir al Barcelona era que las 3 plazas de extranjero en el Madrid ya estaban cubiertas con Ronaldo, Roberto Carlos y Samuel.

Este tremendo error de diligencia en los despachos del Real Madrid provocó que Samuel ocupara toda la temporada 2004/2005 la tercera plaza de extranjero, cuando podía haber sido comunitario, y haber dejado esa plaza libre a Eto’o. Ernesto Bronchetti, intermediario en el traspaso del Real Madrid al Inter de Milán este verano, ha confirmado que el central pudo jugar como comunitario en el club blanco.

Requisitos para la nacionalidad española

Samuel se casó hace 4 años, en 2001, con Cecilia, que posee la nacionalidad española. Según la legislación deportiva vigente en España, sólo por el hecho de estar casado con una persona de nacionalidad española, Samuel podría haber solicitado la doble nacionalidad, jugar como comunitario, y no ocupar plaza de extranjero.

Estos son los requisitos para solicitar la nacionalidad española:

  1. Demostrar que estás casado con una española desde hace al menos un año. Y Samuel llevaba casado años cuando fichó por el Madrid

  2. Demostrar que no es un matrimonio de conveniencia. Y Samuel y su mujer tenían en el momento de fichar por el Madrid una hija (Valentina), aunque luego aumentaron su familia.

  3. Demostrar que tienes una ocupación. Y Samuel es futbolista profesional

  4. Acreditar un año de residencia legal en España. En este caso, Samuel no llevaba un año viviendo en España cuando fichó por el Madrid pero, como vivía en Italia (país comunitario), la residencia legal italiana es equiparable a la residencia legal española. Por tanto este requisito también se cumplía.

Un ciudadano normal que solicite la doble nacionalidad, puede tardar entre 6 y 8 meses en conseguirla. En el caso de los deportistas profesionales ese trámite lleva 2 meses. Es decir, en septiembre de 2004 (cuando empezaba la Liga), Samuel podría haber tenido perfectamente la condición de jugador comunitario.